Der Franzose Arthur Meursault lebt im französisch besetzten Algerien 1935 unauffällig und teilnahmslos, ohne Höhen und Tiefen. Auch der Tod seiner Mutter geht ihm nicht nahe. Durch einen Zufall gerät er in die kriminellen Affairen seines Zimmernachbarn Raymond und dessen Verfolgung durch zwei Araber. Völlig unvermittelt erschießt Meursault einen von ihnen am Strand. Er wird verhaftet und zum Tode verurteilt, nicht so sehr wegen des Mordes als wegen der Begleitumstände, die Gefühlloskeit, die Herzenskälte, sein in jeder Hinsicht "fremd sein" in dieser Welt. Der Roman "L'étranger" ("Der Fremde") von Albert Camus erschien 1942 in Paris und gehört zu den Hauptwerken der Philosophie des Existenzialismus. Die Verfilmung durch Luchino Visconti hält sich nahe ans Original und ist grandios, umso seltsamer mutet es an, dass der Film nur noch ganz selten gezeigt wird.

Mit freundlicher Unterstützung durch Projektbüro Mark Tykwer, Wuppertal.

Mit einer Einführung durch Dr. Martina Bako, Theaterwissenschaftlerin, Universität Leipzig. Eintritt frei

Genre
Drama, Literaturverfilmung
Land/Jahr
Italien, Frankreich, Algerien 1967
Regie
Luchino Visconti
Darsteller
Marcello Mastroianni, Anna Karina, Georges Géret

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