Ein Film – ein einziger Kinoabend in ganz Deutschland – viele Gespräche über Inklusion. DIE KINDER DER UTOPIE wird ausschließlich am Mittwoch, dem 15. Mai 2019, in den deutschen Kinos gezeigt. Auch wir beteiligen uns an diesem einzigartigen Aktionstag und zeigen den Dokumentarfilm um 18.30 Uhr. Im Anschluss an den Film diskutieren eine Schulleiterin, ein Elternteil sowie eine ehemalige Schülerin mit den ZuschauerInnen über die Chancen und Herausforderungen bei der Etablierung inklusiver Kulturen, Praktiken und Strukturen in den Schulen Sachsens.

Bei uns in den Passage Kinos sind die GesprächsteilnehmerInnen: Kathrin Riedel (Schulleiterin Geschwister-Scholl-Grundschule Leipzig), Christian Eichfeld (Elternvertreter, Landesarbeitsgemeinschaft Inklusion Sachsen) und die ehemalige Schülerin Delia Knoblauch. Moderiert wird die Veranstaltung von Maike Jirschitzka.

Im Kinofilm DIE KINDER DER UTOPIE treffen sich sechs junge Erwachsene wieder. Vor zwölf Jahren wurden sie schon einmal dokumentiert – für den Film KLASSENLEBEN.

Sie besuchten damals eine Berliner Grundschule, an der eine zu der Zeit noch außergewöhnliche Form des inklusiven Schulunterrichts stattfand: Kinder mit und ohne Behinderungen wurden gemeinsam unterrichtet.

Gemeinsam sehen sich die jungen Erwachsenen Filmaufnahmen aus ihrer Schulzeit an, begegnen ihrem jüngeren Ich, sprechen bisher Ungesagtes aus und reden darüber, wie sie wurden, was sie sind: Luca ist leidenschaftliche Hobbyfotografin und studiert Umweltwissenschaften; Marvin jobbt in einer Behindertenwerkstatt und sucht seinen Lebenssinn im christlichen Glauben; Dennis ist auf dem besten Weg, ein Star am Musical-Himmel zu werden; Johanna lernt mit großer Entschlossenheit Altenpflegerin und möchte bald ganz zu ihrem Freund ziehen; Christian befindet sich seit seinem schwulen Coming-Out in einer Selbstfindungsphase, hat sein VWL-Studium hingeschmissen und überlegt, in welche Richtung er sich beruflich bewegen möchte; und Natalie will ihr Praktikum als Küchenhilfe in eine Festanstellung wandeln und bald bei ihren Eltern ausziehen.

Die gemeinsame Schulzeit hat die jungen Menschen geprägt.

Wir erleben, wie die Generation Y hier vollkommen selbstverständlich Inklusion lebt. Wer im Film eine Bewertung der inklusiven Erlebnisse sucht, wird sie dort nicht finden: Wir können aus dem Film ganz eigene Schlüsse ziehen.

Was bleibt, wenn der Film endet, ist der Eindruck vom tiefen gegenseitigen Respekt unter den ehemaligen Klassenkamerad*innen.

Genre
Dokumentation
Land/Jahr
Deutschland 2018
Regie
Hubertus Siegert
Webseite
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