Sylvie lebt allein mit ihrer Tochter Mélanie. Sie verbringen viel Zeit miteinander und Sylvie ist stolz auf das enge Verhältnis, dass sie zu ihrer Tochter hat, dass sie reden können über Schule, Jungs, Klamotten. Doch irgendwann begegnet Mélanie im Internet einem Jungen, der ihr regelmäßig zu schreiben beginnt, ihr Komplimente macht und sie schließlich fragt, wie sie es hält mit der Religion. Eines Tages ist Mélanie verschwunden und Sylvie auf halbem Weg nach Syrien, um sie zu suchen.

Catherine und Samir sind die stolzen Eltern der 17-jährige Sonia, sie sind eine glückliche Familie, die gemeinsam den Alltag meistert. Gerade zurück aus den Sommerferien, wird ihr Haus eines Nachts von der Polizei gestürmt und Sonia unter Arrest gestellt. Um ihrer Familie einen Platz im Paradies zu sichern, hat sich Sonia dem Dschihad angeschlossen, bereit für einen Anschlag in ihrem Heimatland. Catherine und Sylvie sind tief erschüttert davon, wie fremd ihre Töchter ihnen so ganz im Stillen geworden sind. Doch sie sind bereit, alles zu tun, um sie wieder zurückzuholen.

Regisseurin Marie-Castille Mention-Schaar (Die Schüler der Madame Anne) erzählt mit großer Kraft, Ehrlichkeit und Authentizität von den stillen Gräben, die oft zwischen uns liegen können, aber auch von der Chance, die in der Familie liegt. Der Himmel wird warten ist ein mit viel Feingefühl gezeichnetes Generationenporträt, voller Mut, und voller Hoffnung.

Land/Jahr
Frankreich 2016
Regie
Marie-Castille Mention-Schaar
Darsteller
Noémie Merlant, Naomi Amarger, Sandrine Bonnaire, Clotilde Courau

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